ZDF setzt Elke Heidenreich vor die Tür

Die Gerüchteküche deutete es schon seit letzter Woche an. Vor ein paar Minuten fand ich die folgende Pressemitteilung in meinem Postfach:
Pressemitteilung
ZDF trennt sich von Elke Heidenreich
Das ZDF hat die Zusammenarbeit mit Elke Heidenreich mit sofortiger Wirkung
beendet. Die beiden für dieses Jahr noch geplanten Ausgaben von „Lesen!“
werden nicht mehr produziert.
Programmdirektor Thomas Bellut: „Mit ihren Äußerungen in der Frankfurter
Allgemeinen Zeitung und in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hat
Frau Heidenreich die Ebene einer sachlichen Auseinandersetzung verlassen und
das ZDF sowie einzelne seiner Mitarbeiter persönlich in nicht mehr
hinzunehmender Weise öffentlich herabgesetzt. Das Vertrauensverhältnis
zwischen dem ZDF und Frau Heidenreich wurde dadurch so nachhaltig zerstört,
dass eine gedeihliche und sinnvolle Zusammenarbeit nicht mehr möglich ist. Ich
bedauere es, dass unsere jahrelange Zusammenarbeit so beendet werden muss.
Auch nach dem Abschied von Frau Heidenreich wird es eine Literatursendung im
ZDF geben. An einem Nachfolgekonzept für 2009 wird gearbeitet.“
Anstelle der geplanten Sendungen am 31. Oktober und 5. Dezember wird das
Kulturmagazin „aspekte“ ausgestrahlt.

Mainz, 23. Oktober 2008

ZDF Pressestelle

UPTADE:

ZDF-Intendant weist Verleger-Forderung zurück
Schächter: Literatur im ZDF findet in einem neuen Format statt
ZDF-Intendant Markus Schächter weist die Forderung nach einer Fortsetzung der
Reihe „Lesen!“ mit Elke Heidenreich, die zahlreiche Verleger in einem offenen
Brief an das ZDF gerichtet haben, zurück. Schächter: „Die Trennung von Frau
Heidenreich ist irreversibel. Die Verantwortung dafür trägt allein Frau
Heidenreich, deren Verhalten gegenüber dem ZDF und seinen Mitarbeitern für
das Unternehmen nicht mehr hinnehmbar war. Dabei geht es nicht um ‚Unmut’ ‚
oder ‚Kränkungsgefühle’. Es geht darum, dass das ZDF durch die Vorwürfe und
Behauptungen öffentlich herabgesetzt wurde und damit das für eine weitere
Zusammenarbeit notwendige Vertrauensverhältnis zerstört ist.“