CSI Tempelhof ermittelt gegen SchülerInnen

Wie die TAZ in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, will der Berliner Staatsschutz in der Ermittlungssache um die zerstörte Ausstellung in der Humboldt Uni, jetzt auch modernste Technologie einsetzten. Demnach sollen demnächst BeamtInnen durch die Berliner Schulen gehen und anhand von Bildern versuchen einzelne „GewalttäterInnen“ zu entlarven. Dabei sollen auch DNA Proben von Aufklebern (ich nehme mal an Spuckis) zur Verwendung kommen. Auf eine Plakatfahndung wollen die Justizbehörden jedoch großzügig verzichten. Laut Justizsprecher will Mensch die Ermittlung auf „kleiner Flamme kochen“.

Ich finde es mal wieder bezeichnend wie leichtfertig mit dem Fahnundungsapparat immer mehr umgegangen wird. Die SchülerInnen die halbwegs denken können, werden sowieso in den letzten Wochen das Thema ausführlich reflektiert haben und eingesehen haben was für ein Mist da verzapft wurde und der andere Teil wirds eh nicht mehr raffen. Meiner Meinung nach wird hier verkrampft versucht mittels öffentlichem Druck, die TäterInnen dazu zu bewegen, sich selber zu stellen, was aber der dümmste Schritt wäre. Viel interessanter wird es, wenn die Berliner Justizbehörden einen Speicheltest an Berliner Schulen rechtfertigen müssten.